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Hydraulikmotoren: Parallelschaltung

    Was ist bei einer Parallelschaltung von Hydraulikmotoren zu beachten?

    Parallelschaltungen von Hydraulikmotoren werden verwendet, wenn man ein hohes Drehmoment in der Anwendung benötigt. Dabei wird der Ölstrom der Hydraulikpumpe auf die parallel geschalteten Hydraulikmotoren verteilt. In diesem Beispiel wird der Ölstrom (z.B. 60 l/min) auf 3 Motoren aufgeteilt. Jeder Motor bekommt also 20 l/min. Dies bedeutet, dass jeder einzelne Hydromotor, um zwei Drittel langsamer dreht als wenn nur ein Motor verwendet wird.

    Hydraulikschaltplan Parallelschaltung von Hydraulikmotoren

    Der von der Pumpe erzeugte Druck ist bei allen Motoren gleich, allerdings fängt zuerst der Motor mit der geringsten Belastung an zu drehen. Ist eine belastungsunabhängige Gleichlaufregelung der Ölmotoren erfoderlich, empfiehlt sich der Einsatz einen Ölstromteilers.

    Beträgt der Eingangsdruck 100 bar und der Rücklaufdruck 20 bar, ist das Druckgefälle (Differenz zwischen Eingangsdruck und Ausgangsdruck 90 bar. Diese 90 bar sind der effektiv wirksame Druck. Bei einem CPRM200CD Hydraulikmotor wird damit ein Drehmoment von 238Nm erreicht:

    Bei 3 parallel geschalteten CPRM200 Motoren beträgt somit das Gesamtdrehmoment 3 x 238 = 714 Nm.

    Einsatzgebiete für Parallelschaltungen von Hydraulikmotoren

    Die Parallelschaltung von Hydraulikmotoren findet Anwendung in Förderbändern oder bei Kratzbodenantrieben von Ladewagen. Die Parallelschaltung lässt sich durch geeignete Hydraulikventile mit einer Reihenschaltung kombinieren. Dadurch ist es möglich bei hoher Last die Motoren parallel zu schalten. Sobald der Drehmomentbedarf abnimmt kann auf Reihenschaltung für eine höhere Geschwindigkeit umgestellt werden.